Über Angst und Bildung, Enttäuschung und Gerechtigkeit, Protest und Spaltung in Sachsen / Deutschland

„Über Angst und Bildung, Enttäuschung und Gerechtigkeit, Protest und Spaltung in Sachsen / Deutschland“
Galerie für Zeitgenössische Kunst | Museum of Contemporary Art, Leipzig
4K videos, color, stereo, 546“
Germany © 2016

„Über Angst und Bildung, Enttäuschung und Gerechtigkeit, Protest und Spaltung in Sachsen / Deutschland“ (2016- fortlaufend) wurde in verschiedenen Filmstudios produziert Gezeigt werden neun etwa 75minütige durch Fragen gegliederte Einzelgespräche, die miteinander verwoben wurden und in Großaufnahme zu sehen sind. Wir sehen und hören wie ein Unternehmer, ein Aktivist, ein Gewerkschaftler, eine engagierten Bürgerin, eine Bürgermeisterin, ein Konfliktforscher, ein Autor und Psychotherapeut und eine Bildungswissenschaftlerin ihre Erfahrungen und Sicht auf gegenwärtige sozio-politische Zustände schildern und dabei über Standortvorteile, Lohnungleichheiten, Angst, Armut trotz Arbeit/Erwerbsarmut, Fremdenangst und Flüchtlingshilfe, Abwanderung, innerdeutsche Arbeitsmigration, mangelnde politische Bildung, Auswirkungen der Liberalisierung der Arbeitswelt usw. berichten. Die Gesprächspartner beschreiben zudem ihr Engagement, ihr Tätigkeiten und Interessen sowie die Widerstände auf die sie bei der Durchsetzung und Veröffentlichung ihrer Ideen treffen.

Workshop mit Jul Gordon und Sascha Hommer

von Katharina Serles
Sascha Hommer (www.saschahommer.com) kenne ich u. a. von seinen „Im Museum“-Comics aus der Frankfurter Rundschau bzw. von seinen Literateradaptionen der Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer – „Dri Chinisin“ (über die er im Workshop vor allem sprechen möchte). Wie unkonventionell er mit dem Medium umgeht, sieht man z. B. hier ganz gut: http://saschahommer.com/wp-content/uploads/2016/06/passage.jpg
Jul Gordon (www.juliagordon.de) arbeitet sehr experimentell und hat sich vor allem kürzlich einerseits in ihrer Arbeit „Performance“ mit der Bühne als Panel auseinandergesetzt (http://www.juliagordon.de/index.php/2016/performance/) und in einer noch nicht veröffentlichten Arbeit mit der Linearität und dem Inventar des Erzählens in Bildern beschäftigt, passt also ebenfalls ganz ausgezeichnet zum Thema.

projektwoche mit der theaterakademie münchen

– in diesem Jahr organisiert von Katharina Serles –

Anreise: Sonntag, 9.10.2016

Projekttag 1: Montag, 10.10., Hörsaal
– Vormittags: theoretische Einführung; Entwicklung der Leitfragen mit den Studierenden
– Nachmittags: Mini-Barcamp, bei dem sich Kleingruppen rund um eigens gewählte Themen/Ansätze/Projektideen bilden
– Abends: Vorstellung der Projektideen im Plenum

Projekttag 2: Dienstag, 11.10., Labortheater
– Vormittags: Comic-Workshop mit Jul Gordon & Sascha Hommer
– Nachmittags: Projektarbeit in den Teams
– Abends: Feedback zum Arbeitsfortschritt im Plenum

Projekttag 3: Mittwoch, 12.10., Labortheater
– Ganztags: Projektarbeit in den Teams
– Abends: Feedback zum Arbeitsfortschritt im Plenum

Projekttag 4: Donnerstag, 13.10., Labortheater
– Vormittags: Projektarbeit in den Teams
– Nachmittags: (ev. hochschulöffentliche) Vorstellung/Inszenierung/Besprechung der

Projekte/Projektideen
– Abends: Feedback; ev. gemeinsames Ausklingen im Café OHA

Abreise: Freitag, 14.10.

theater ohne menschen

Theater ohne Menschen, Naturtheater, posthumanistisches Theater – eine Provokation
„Unverzichtbar geglaubte Bestandteile von Theater ausklammern, um andere Bestandteile sichtbarer zu machen“ * wird hier als Methode genutzt. Theatralität spielt im gesellschaftlichen und politischen Leben eine bedeutende Rolle und auch die Entstehung des griechischen Theaters war eng mit Selbstvergewisserung, Repräsentation und Machtdemonstration der Polis verbunden.
thèatron bedeutet Schauplatz und bezeichnete im Aufbau des griechischen Theaters den Zuschauerraum. Theater ist auch ohne Theater(haus) möglich, ohne Sprache, ohne Darsteller_innen – aber was ist Theater ohne Menschen?
Die zum Thema entstehenden Beiträge werden für das Festival Matter Matters. Stages of Agency erarbeitet und zwischen 19. – 26. 01. 2017 in der HfBK präsentiert.

Gäste: Projektbegleitende Regie mit
Nicolas Grospierre (Genf), Fotograf
Thema: Modern Forms (“Modern Forms. A Subjective Atlas of Modern Architecture” 2016 )
Homepage: http://www.grospierre.art.pl
Blog: http://archivemodernarchitecture.tumblr.com
voraussichtlich am 15. 12. 2016 im Hörsaal Güntzstrasse 34

Irene von Alberti (Berlin), Filmemacherin
Thema: D’ANNUNZIOS HÖHLE (D 2005, 52 min)
Am 24. Juni 2002 fand in Gabriele d’Annuzios Villa Cargnacco eine kinematographische Jam-Session statt, in der vier befreundete Kameraleute und Filmemacher_innen (Irene von Alberti, Elfi Mikesch, Klaus Wyborny und Heinz Emigholz) in ihren jeweils sehr spezifischen Stilen die Räume der Villa und ihr Inventar gleichzeitig raumversetzt dokumentierten. Der Film D’Annunzios Höhle ist aus der Fülle des so gewonnenen Materials heraus entstanden. Gabriele d’Annunzio befasste sich 17 Jahre lang mit der Gestaltung des Vittoriale am Gardasee und funktionierte die dort von ihm konfiszierte Villa Heinrich Thodes zu seiner eigenen Kultstätte um.
voraussichtlich am 24.11.2016

Termine:
Wöchentlich Do und Fr
Außerdem: 4. – 6. 1. & 19. – 26. 1. Labortheater (Änderungen vorbehalten)

Konsultationen und Sprechstunden nach individueller Vereinbarung

 

* zitiert Sven Ricklef in einem Beitrags über das Münchner Theaterfestival radikal jung

Kinetische Lichtskulpturen von Yoko Seyama

Sichtbares Licht entspricht nur einem Bruchteil der elektromagnetischen Strahlung, die uns umgibt. Doch dieser Teil lässt sich unendlich multiplizieren: Yoko Seyama inszeniert in ihren Installationen Licht in Bewegung. Ganz simpel, in Relation zu Schatten und mit sorgfältiger Aufmerksamkeit dafür, welcher Einfallswinkel welche Farbvariationen erzeugt.
„Saiyah #2“ – zu sehen in der Gallery2 – kommt mit nur einer Lichtquelle aus. Sie trifft auf vier Spektralglasscheiben, die sich nach einem Algorithmus bewegenden. Aus unzähligen, parallel komponierten Farb- und Schattenbahnen entsteht so ein immersiver Farbraum.

Bis 30. 7., Di. 12–18 Uhr, Do. 12–20 Uhr, Fr. 10–17 Uhr, Auguststr. 2